Dieses Bild ist ein Designelement
20.7.2008 : 21:09 : +0200

Einsatzleitstelle

DeutschEnglishFrancais
Dieses Bild ist ein Designelement
  • Suche in feuerwehr-bremen.org
Dieses Bild ist ein Designelement
Besucher:
Gesamt:3.366.862
Heute:5.571
Gestern:6.586
Max. pro Tag:9.460
Gerade online:40
Max. online:161
Gesamt:5.261.548
Seitenaufrufe:
Diese Seite:6.205
Externer Link zu www.w3c.org, ffnet in neuem Fenster
Externer Link zu www.w3c.org, ffnet in neuem Fenster
Dieses Bild ist ein Designelement
FRLSt

Feuerwehr- und Rettungsleitstelle (FRLSt)

(ric) Dem fachmännischen Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst haben viele Menschen in Bremen viel zu verdanken. Die gute Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort hängt auch von einer wichtigen Aufgabe im Hintergrund ab - die der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle. Ihre Leistungsfähigkeit sichert die schnelle Alarmierung der verfügbaren, geeigneten und freien Einsatzmittel.

Jedes Jahr werden von der FRLSt rund 70.000 Einsätze des Lösch- und Hilfeleistungsdienstes sowie des Rettungsdienstes bearbeitet. Die FRLSt ist eine integrierte Leitstelle für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Sie wird von der Stadtgemeinde Bremen unterhalten und von der Feuerwehr Bremen auf der Feuer- und Rettungswache 1, Am Wandrahm 24, 28195 Bremen, betrieben.

Die FRLSt ist rund um die Uhr mit vier Disponenten sowie einem Schichtleiter besetzt. Von den vier Disponenten nimmt ein Beamter die Funktion des Führungsassistenten für den Einsatzleitdienst auf dem 1/11-3 war. In der FRLSt kommen nur Feuerwehrbeamte als Disponenten zum Einsatz, die über langjährige Praxiserfahrung im Lösch- und Hilfeleistungsdienst sowie im Rettungsdienst verfügen. Von Montag bis Freitag wird die Besatzung der FRLSt durch einen Mitarbeiter des DRK im Rettungsdienst unterstützt.

Ein modernes Funk- und Notrufabfragesystem der Firma FREQUENTIS, das im April 2007 in Betrieb genommen wurde, sorgt dafür, dass die Bürger über den Notruf 112 schnell die richtige Hilfe in allen Notfallsituationen erhalten. In Spitzenzeiten können die Notrufe auf 7 Einsatzleitplätzen gleichzeitig bearbeitet werden.

Die Führung der Einsatzfahrzeuge über Funk erfolgt ebenfalls über das FREQUENTIS-System, das mit dem Einsatzleitrechner vernetzt ist. Drei Funkkanäle im 4-Meter-Band stehen zur Verfügung. Der Disponent hat die Möglichkeit, verschiedene Funkkanäle miteinander zu verbinden oder Telefongespräche auf einen Funkkanal aufzuschalten. Die Kommunikation kann somit allen nur erdenklichen Einsatzsituationen angepasst werden.

Einsatzleitsystem CELIOS

Die Welt verändert sich. Mit zunehmender Komplexität wachsen die Aufgaben. Die Verbesserung der Informationsverarbeitung vervielfachte gleichzeitig die Menge an Informationen. Eine herkömmliche Verarbeitung der Informationen ist kaum noch denkbar. Das stellt hohe Anforderungen und verändert unseren Umgang in der Bewältigung der Sicherheitsaufgaben. Fehler müssen nahezu ausgeschlossen sein. Immer weniger Menschen müssen effizient komplexe Systeme beherrschen. Die Disponenten in der FRLSt müssen im Ereignisfall in kürzester Zeit Informationen verarbeiten, Entscheidungen treffen und unverzüglich und sicher reagieren. Auch das tägliche Geschäft im Rettungsdienst und im Krankentransport verlangt hohe Effizienz. Um diesen hohen Ansprüchen gerecht werden zu können, wurde in der FRLSt im Januar 2008 das Einsatzleitsystem CELIOS der Firma CKS in Betrieb genommen. Das Einsatzleitsystem CELIOS unterstützt den Disponenten beim Einleiten der richtigen Maßnahmen. Der Disponent kann sich auf die wesentlichen Prozesse konzentrieren, Fehlerquellen werden minimiert.

Das Einsatzleitsystem erfüllt im Wesentlichen folgende Aufgaben:

- Führen einer Übersicht der verfügbaren Einsatzmittel nebst deren Status

- Übersicht über die laufenden und  anstehenden Einsätze

- Recherchemöglichkeit in den abgeschlossenen Einsätzen

- Unterstützung bei der Einsatzdokumentation

- Unterstützung bei der Alarmierung

An die Hardware des Einsatzleitsystems werden hohe Ansprüche hinsichtlich der Ausfallsicherheit gestellt. Da hier normale PC-Komponenten zum Einsatz kommen, wird die Ausfallsicherheit zu großen Teilen über redundante Auslegung wichtiger Komponenten sichergestellt. Zur Hardware gehören auch die Schnittstellen zu den Kommunikationseinrichtungen, wie den Alarmgebern für die Auslösung von Funkmeldeempfängern, den drahtgebundener Alarmierungseinrichtungen, wie etwa dem Wachalarm auf den Feuerwachen, dem FMS-Statusdecoder usw.

Herzstück des Einsatzleitsystems ist eine Datenbank, in der die Stammdaten abgelegt sind. In dieser Datenbank werden auch die durchgeführten Einsätze und deren Dokumentation archiviert.

Bei der Einsatzbearbeitung wird der Disponent über eine spezielle Anwendungssoftware  über die komplette Zeit der Einsatzbearbeitung unterstützt. Dies beginnt bei der Einsatzerfassung, geht weiter über Disposition, Alarmierung und Dokumentation und endet schließlich bei der Recherche und Auswertung.