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Die Chronik der FEUERWEHR BREMEN
Die Vorgeschichte der Feuerwehr Bremen reicht sehr weit zurück. Es ist überliefert, dass Bremen in den Jahren 913, 1528, 1624 und 1739 durch Feuer in besonders starkem Maße zerstört wurde. Vermutlich als Konsequenz der 1624 erlittenen Brandkatastrophe erhielt die Stadt die erste gedruckte "Bremische-Feuer-Ordnung". Packhausbrände waren in der Hansestadt schon immer eine Plage gewesen, und als im Jahre 1869 sechs Packhäuser und 39 Wohnungen abbrannten, schlug die "Deputation für die Löschanstalten" im Mai des selben Jahres die Errichtung einer "Berufsfeuerwehr" vor. Gleichzeitig sprach sich die Deputation für die Errichtung eines elektrischen Feuermeldesystems und den Bau einer Wasserleitung aus. Zu beiden Projekten gab der Senat am 25. Juni 1869 dann seine Zustimmung.
1716
1716 wurde eine neue Brandordnung eingeführt. Die Stadtväter hatten die Leitung der Löschmannschaften zu übernehmen. Das Vorhandensein einer Schlangenspritze wurde erwähnt.
1751
1751 wurde die Feuer- und Brandordnung wiederum verbessert. In den Jahren zwischen 913 und 1754 war Bremen 11 mal abgebrannt.
1818
1818 trat wieder eine umfassende Brandordnung in Kraft. Die dort festgelegten Grundsätze für das Feuerlöschwesen sind in unseren Tagen zum Teil noch nicht überholt. Sie finden sich in der neueren Brandschutzgesetzgebung wieder.
1869
1869 strebte man, nach mehreren Großbränden in den letzten Jahren die Einrichtung einer Berufsfeuerwehr an. Sie sollte über eine ständig besetzte Wache, ein Feuermeldesystem und eine Wasserleitung verfügen.
1870
Am 11. Mai 1870 nahmen Branddirektor Schumann, 3 Oberfeuerwehrmänner, 12 Feuerwehrmänner aus Danzig sowie 70 Bremer Bürger als erstes Personal der Bremer Berufsfeuerwehr, ihren Dienst auf. Die alte Löschmannschaft der Wache an der Königstraße 2 wurde im August 1870 verstärkt und in die Centralwache "An der kleinen Helle" verlegt. Nach einem größeren Brand am 06.09.1870 wurde das Feuerlöschwesen rasch umgestaltet. Dienstbereitschaft Tag und Nacht wurde eingeführt. Das bisherige
Brand-Lösch-Corps wurde aufgelöst. Ein Reserve-Lösch-Corps wurde gebildet und unter die Führung der Berufsfeuerwehr gestellt. Auch die Bezahlung der Reservekräfte fand eine Regelung. Das Reserve-Lösch-Corps bestand aus 1 Spritzenmeister, 11 Oberbrandmännern, 189 Brandmänner und 1 Boten. Die alte Feuerwehr hatte zum Schluss aus 6 Offizieren, 45 Oberbrandmännern, 592 Brandmännern und 3 Aufsehern bestanden. Im Oktober 1870 Betrug die Personalstärke der BF 2 Offiziere, 7 Oberfeuerwehrleute, 87 Feuerwehrmänner und 1 Schreiber. An Fahrzeugen war vorhanden: 3 große Handspritzen, 5 Wasserwagen, 1 Mannschaftswagen. Die erste Reserve war ausgerüstet, aber nicht bespannt, mit 1 Mannschaftswagen, 1 Gerätewagen. Die zweite Reserve besaß 42 Handspritzen und Anhänger, 1 Prahmspritze, 3 Schlauchwagen und 2 Exerzierspritzen.
1871
Am 13./14. Mai 1871 kam es in den Packhäusern zu einem schweren Brand. Dieses Ereignis veranlasste zu einer Herausgabe einer Verordnung für die Lagerung und Aufbewahrung explosiver, feuergefährlicher oder leichtentzündlicher Stoffe und Produkte. Ebenfalls konnte in diesem Jahr eine weitere Feuerwache an der Westerstraße 99 bezogen werden. Das Gebäude diente ehemals als Postamt. In dieser Wache war auch eine Polizeistation untergebracht.
1873
1873 standen auf dem fertiggestellten Teil der Wasserleitung 577 Hydranten zur Verfügung. Das erleichterte die Löschwasserversorgung bei Bränden aller Art ganz erheblich. Durch die Verbesserung der Gehälter der Berufsfeuerwehrleute konnte dem verderblichen Personalwechsel endlich Einhalt geboten werden. Während 1873 43 Feuerwehrleute und 1874 26 Mann ausschieden, verringerte sich die Zahl 1875 auf 17 Mann.
1874
1874 belief sich der Personalstand der BF Bremen auf: 3 Offiziere, 1 Feldwebel, 9 Oberfeuerwehrleute, 87 Feuerwehrmänner, Fahrer und Schreiber. Das Reserve-Lösch-Corps hatte sich auf 112 Mann verringert. Das Schlauchmaterial wurde um 450 Fuß genieteter Lederschläuche vermehrt. Die Anlagen der Feuerwehrtelegraphie wurden im großem Umfang ebenfalls von der Polizei genutzt. Eine Vorschuss-, Unterstützungs- und Vergnügungskasse bestand. Die Einnahmen dafür kamen aus dem Verkauf von Pferdemist als Dünger, den Zinsen für den bei der Bank deponierten Kassenbestand, aus Strafgeldern von Disziplinarverfahren und aus gelegentlichen Spenden von den Bürgern.
1881
1881 wurde die seit 1871 gestellte Sicherheitswache im Stadttheater verstärkt.
1882
1882 leisteten die Berufsfeuerwehrleute jeweils 48 Stunden Dienst mit darauf folgender Freizeit von 24 Stunden. Die Feuerwache Bernhardtstr.11 konnte bezogen werden. Das Reserve-Lösch-Corps wurde aufgelöst. Die 1870 eingeführte Uniform für die Feuerwehr: Rote Bluse mit schwarzem Klappkragen und Besatz, rote Tuchmütze, dunkelgraue Tuchhose, wurden gegen eine dunkelblaue Uniform eingetauscht. Lederhelme mit Nackenleder kamen gleichzeitig zum Einsatz.
1888
1888 wurde der Bremer Freihafen eröffnet. Daraufhin wurde dort eine Feuerwache errichtet. 1890 kamen 1 Hydrantenwagen, 1 Schlauchwagen, Fahrer und Pferd dorthin. Auch ein Telegraphist nahm dort seinen Dienst auf.
1889
1889 konnte eine Kohlensäure-Druckspritze in Dienst gestellt werden. Ein Jahr später wurden im Stadtgebiet Sanitätswachen eingerichtet und der Krankentransport von der Feuerwehr übernommen. Die Sanitätswachen waren in der Mehrzahl auf den Feuerwachen untergebracht. Die Größe der Stadt war 2567 ha mit 142.000 Einwohnern. Es waren insgesamt 19.453 Gebäude vorhanden. 4 Feuerwachen und 2 Spritzendampfer waren nun ständig besetzt. Die Personalstärke der BF belief sich auf. 1 Branddirektor, 1 Brandinspektor, 1 Brandmeister, 1 Feldwebel, 1 Obermaschinist, 11 Oberfeuerwehrleute, 3 Vizeoberfeuerwehrmänner, 4 Gefreite, 1 Oberfahrer und 89 Feuerwehrmänner, Fahrer und Telegraphisten. An Geräten waren vorhanden: 4 Dampfspritzen, 2 Spritzendampfer, 3 Gasspritzen, 2 Mannschaftswagen, 1 mechanische Leiter, 4 Hydrantenwagen, 4 Wasserwagen, 1 Gerätewagen, 2 große Zubringer und 8 Handdruckspritzen. Fast alle Fahrzeuge waren mit angehängten bzw. aufgeprotzten Anhänger versehen. Für die Fahrzeuge standen 25 Pferde zur Verfügung. An Feuermeldemöglichkeiten gab es: 29 Sprechstationen, 53 Straßenmelder, 2 Hausmelder mit Straßenzug und 26 Hausmelder ohne Straßenzug.
1895
1895 wurde aus Anlass des 25jährigen Bestehens der BF, zur Unterstützung hilfsbedürftig gewordener Feuerwehrleute eine Feuerwehr-Notfallkasse gegründet. Die Branddirektoren der deutschen Berufsfeuerwehren trafen sich in Bremen.
1896
1896 Die Feuerwache Bernhardtstr. wurde aufgegeben und die Feuerwache "Auf den Kuhlen" konnte bezogen werden.
1899
1899 hatte der Bremer Löschzug eine Gasspritze, eine Dampfspritze und eine Leiter. Der Dreifahrzeugzug war eingeführt. Ein neu eingestellter Feuerwehrmann musste ein "Haftgeld" von 30 Mark zahlen. Es verfiel zu Gunsten der Unfallkasse, wenn er rechtswidrig den Dienst aufgab. Sonst erhielt er das Geld beim Ausscheiden mit Zinsen zurück.
1901
In der Bauweise der Gebäude der Stadt vollzog sich eine Änderung. Das bis dahin vorherrschende Einfamilienhaus wurde nicht mehr bevorzugt. Es entstanden, vorwiegend in der Innenstadt und an den Ausfallstraßen, mehrstöckige Gebäude, die aus Sicht der Feuerwehr als gefährlich angesehen wurden.
1902
Am 01.10. wurde die Feuerwache 2 von der Westerstr. zur neu errichteten Wache "Am Hohen Tor" verlegt. Im Vorbeugenden Brandschutz begann man auf die Errichtung von Brandabschnitten in Bauwerken und auf die Verwendung von möglichst nicht brennbaren Baustoffen zu drängen. Die Löschwasserversorgung war erheblich
ausgebaut worden.
1903
1903 konnte an der Fährstr. in Hastedt eine neue Feuerwache in Betrieb genommen werden. Bremens Berufsfeuerwehr hatte eine Stärke von 173 Mann erreicht.
1908
1908 stand die erste elektromobile Drehleiter zur Verfügung. Dieses Fahrzeug hatte keine Beleuchtung und bei Fahrten in der Dunkelheit schwenkten die Feuerwehrleute Laternen, wie sie an Fahrrädern benutzt wurden.
1913
1913 konnte der Dienst in der Feuerwache 7 in Gröpelingen der Dienst aufgenommen werden. Dort wurden nur benzinbetriebene Fahrzeuge verwendet.
1914
Am 01.07.1914 wurde den Oberfeuerwehrmännern, Gefreiten und Feuerwehrmännern die Beamteneigenschaft verliehen. Die Feuerwehr bestand aus: 1 Branddirektor, 1 Brandinspektor, 5 Brandmeister, 1 Telegrapheningineur, 1 Feldwebel, 1 Obermaschinist, 37 Oberfeuerwehrleute, 13 Gefreite, 190 Feuerwehrmänner, Fahrer, Telegraphisten, 1 Zahlmeister, 1 Telegraphenmechaniker, 1 Telegraphenmechanikergehilfe, 1 Telegraphenaufseher. Es waren 32 Pferde vorhanden. Ständig besetzt waren 7 Feuerwachen und 3 Spritzendampfer. In drei Außenbezirken bestanden Hilfsfeuerwehren mit zusammen 30 Mann. Der erste Weltkrieg war ausgebrochen. Viele Feuerwehrleute wurden zum Kriegsdienst einberufen. Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren wurden als Hilfsfeuerwehrmänner eingestellt.
1918
1918 wurde der "Verband Deutscher Berufsfeuerwehrmänner" beauftragt die Interessen der Feuerwehrleute gegenüber dem Dienstherren zu vertreten. Als Dienstzeit wurde ein Wechseldienst mit 24 Stunden Dienst und 24 Stunden darauf folgender Freizeit eingeführt. In den Jahren 1925 bis 1928 wurde in Fachkreisen darüber diskutiert, ob die Dienstzeiten nicht in 36 Stunden Dienst und 24 Stunden Freizeit abgeändert werden sollten.
1920
1920 wurde der Offiziers-Status für die höheren Beamten abgeschafft.
Die Amtbezeichnungen wurden geändert. Die Brandinspektoren wurden zu Brandoberingenieuren und die Brandmeister zu Brandingenieuren. Feldwebel und Oberfeuerwehrmänner kamen in die Gruppe der Brandmeister und ein Teil der Feuerwehrmänner konnte die Dienstbezeichnung Oberfeuerwehrmann erhalten. Für alle trat eine Verbesserung der Gehälter ein.
1921
1921 konnte die Amtsbezeichnung für die obersten Beamten erneut geändert werden. Die Brandoberingenieuren wurden Oberbauräte und die Brandingenieure wurden Bauräte.
1929
1929 Bremen hatte eine Größe von 8.685 ha und 303.000 Einwohner. Die Sollstärke der Feuerwehr betrug: 1 Branddirektor, 1 Oberbaurat, 3 Bauräte, 6 Brandmeister,1 Maschinenbetriebsinspektor, 1 Maschinenbetriebsleiter, 51 Oberfeuerwehrmänner, 207 Feuerwehrmänner, 1 Telegraphenbaurat, 2 Telegraphenoberwerkmeister, 2 Telegraphenwerkmeister. Es gab 6 ständig besetzte Feuerwachen, und zwar:
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Feuerwache 1 (Hauptfeuerwache) | Am Wandrahm 24 |
Feuerwache 2 | Seumestraße 2 |
Feuerwache 3 | Auf der Kuhlen 1a |
Feuerwache 5 | Am Holz- und Fabrikenhafen |
Feuerwache 6 | Fährstr./ Fleetrade |
Feuerwache 7 | Gröpelinger Heerstraße 226 |
2 ständig besetzte Löschboote, der Spritzendampfer mit 4 Mann und das Löschboot mit 2 Mann besetzt, waren vorhanden. Dem Feuerwehrwesen war der Krankentransportdienst angegliedert
1933
Bremen wurde in 3 Oberbezirke unterteilt. In jedem Oberbezirk lagen 2 Feuerwachen. Die Leiter der Oberbezirke waren Bauräte, die der Feuerwachen Oberbrandmeister. Neue politische Machtverhältnisse im Reich wirkten sich auch auf das den Ländern unterstehende Feuerlöschwesen aus. In Preußen wurde ein Gesetz über das Feuerlöschwesen erlassen, dessen Grundsätze auch auf andere Länder übertragen wurde. U.a. wurden die Feuerwehren beauftragt, zum Aufbau einer Luftschutzorganisation beizutragen. In Bremen wurden 18 Feuerwehrbeamte als politisch Verdächtige bzw. Unzulässige eingestuft und in den Ruhestand versetzt oder entlassen.
1938
Ein (Reichs-) Gesetz über das Feuerlöschwesen wurde am 23.11.1938 erlassen. Den Ländern wurde damit die Gesetzkompetenz für das Feuerlöschwesen genommen. Die Berufsfeuerwehr wurde zur Feuerschutzpolizei umgewandelt. Sie wurde als vierte Sparte, neben der Schutzpolizei des Reiches, der Schutzpolizei der Gemeinden und der Gendarmerie in die Ordnungspolizei eingegliedert. Die Feuerschutzpolizei blieb eine Einrichtung der Gemeinden. Ihre Entwicklung wurde aber weitgehend von zentralen Stellen des Reiches bestimmt.
1939
Am 1. September brach der 2. Weltkrieg aus. Der Luftschutz wurde ausgerufen. Bürger wurden vom örtlichen Polizeiverwalter zum Notdienst verpflichtet. Informationen über die Organisation des Luftschutzes in Bremen liegen leider nicht vor. Es gab streng gehandhabte Rechts-und Verwaltungsvorschriften, die im gesamten Reichsgebiet zu befolgen waren. U.a. war folgendes Organisationsschema vorgeschrieben: Die Luftschutz-Hilfsorganisation war der Sicherheits-und Hilfsdienst. Innerhalb dieser Organisation übernahm die Feuerlöschpolizei den Fachbereich Feuerlöschdienst. Zur Verstärkung bekam der Feuerlöschdienst notdienstverpflichtete Bürger zugewiesen. Einsatzeinheiten, Löschgruppen, Löschzüge und Bereitschaften wurden gebildet. Soweit sie nicht auf den Feuerwachen untergebracht werden konnten, wurden ihnen verstreut im Stadtgebiet liegende Behelfsunterkünfte zugewiesen. Friedensmäßige Einsätze wurden weiterhin unter der Verantwortung der Gemeinden durchgeführt. Bei Fliegeralarm oder bei Tätigkeiten im Zusammenhang mit Kriegsereignissen lag die Oberleitung beim "Örtlichen Luftschutzleiter", dem Polizeiverwalter.
1940
Der erste Luftangriff auf Bremen erfolgte in der Nacht vom 18. auf den 19. Mai 1940. Es sollten noch sehr viele folgen, die großen Einsatz von den Löscheinheiten forderten. Das Elend für die Bevölkerung und die Zerstörungen in der Stadt nahmen von Mal zu Mal zu.
1941
1941 wurde dem Feuerlöschdienst der Entgiftungsdienst angegliedert. Im gleichen Jahr erhielt der Sicherheits- und Hilfsdienst die Bezeichnung Luftschutzpolizei.
1942
Ab 1942 musste der Krankentransport im ganzen Reich an das Deutsche Rote Kreuz abgegeben werden.
1944
Vom Stand der Feuerschutzpolizei Bremen Anfang 1944 ist folgendes festzuhalten: Die Größe der Stadt lag
bei 18.437 ha und sie hatte 447.243 Einwohner. Das Stadtgebiet war in 5 Feuerschutzpolizei Abschnittskommandos unterteilt, und zwar FAK-Ost mit drei Wachbezirken und die FAK-Süd, Hafen, Nord und West mit je einem Wachbezirk. An Feuerwachen waren vorhanden:
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Zugwache 1 (Hauptfeuerwache) | Am Wandrahm 24 |
Zugwache 2 | Woltmershauser Str. 1 |
Gruppenwache 3 | Auf der Kuhlen 1 |
Zugwache 4 | Am Holz-und Fabrikenhafen |
Gruppenwache 5 | Fährstr. 22 |
Gruppenwache 6 | Gröpelinger Heerstr. 226 |
Gruppenwache 7 | Blumenthal |
Im Stellensoll Feuerschutzpolizei Bremen waren vorgesehen: 2 Oberstleutnante, 4 Majore, 1 Bezirksoberleutnant, 10 Bezirksleutnante, 46 Meister, 154 Hauptwachtmeister, 113 Oberwachtmeister bis Rottwachtwachtmeister. Zu allen Dienstbezeichnungen war der Zusatz..."der Feuerschutzpolizei"... zu führen. Die Bezirksoffiziere entsprachen dem Rang der herausgehobenen Brandmeister, z.B. Oberbrandmeister o. ä. Ab Ende 1944 wurde das Reich nicht nur aus der Luft, sondern auch von Land her angegriffen. Vom Osten wie vom Westen wurden die Reichsgrenzen von den Bodentruppen der Alliierten berannt. Der Krieg trieb seinem Höhepunkt und seinem Ende zu.
1945
Bremen musste insgesamt 173 Luftangriffe hinnehmen. Der schwerste Angriff war der 132. in der Nacht zum 19. August 1944. Ingesamt wurden auf Bremen abgeworfen: ca. 41.000 Sprengbomben, 850.000
Brandbomben. Ca. 2.000 Bomben waren Blindgänger. Es gab 3.852 Tote, 1.495 Schwerverletzte und 6.025 leichtverletzte Personen. Der Feuerlöschdienst Bremen wurde verschiedentlich zu Hilfeleistungen nach Hamburg, Hannover und Berlin entsandt. Feuerlöschdienste aus anderen Städten kamen nach großen Angriffen auch nach Bremen. Am 25. April rückten englische Truppen über die Straßen Vor dem Steintor und Ostertorsteinweg in Bremen ein. Bald war die Stadt in alliierter Hand. Fast alle Feuerwehrleute kamen vorerst für mehrere Tage ins Weserstadion in Kriegsgefangenschaft. Die oberste Verwaltung übernahm eine amerikanische Militärregierung. Sie ordnete die Trennung der Feuerwehr von der Polizei an. Aus der Feuerschutzpolizei wurde wieder die Berufsfeuerwehr. Es begannen Jahre der allgemeinen Not und Mangel an Nahrungsmittel sowie Bedarfsgütern aller Art. Mühsam wurden die beschädigten Feuerwachen, Fahrzeuge und Geräte hergerichtet. Meist waren nur Behelfslösungen möglich.
1950
Durch das Gesetz über den Feuerschutz im Lande Bremen vom 18.07.1950 wurde auch die formale Gültigkeit des Reichsgesetzes von 1938 abgelöst. Im Zuge der allgemeinen wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung beginnt der Neuaufbau der Stadt und seiner Berufsfeuerwehr sichtbare Formen anzunehmen.
1951
Die Größe der Stadt lag bei 31.716 ha und sie hatte 439.296 Einwohner. Im Stellensoll der BF waren vorgesehen: 1 Branddirektor, 3 Brandräte, 5 Brandinspektoren, 6 Oberbrandmeister, 46 Brandmeister, 267 Feuerwehr- bzw. Oberfeuerwehrmänner. Die Freiwillige Feuerwehr war 550 Mann stark.10 Feuerwachen wurden unterhalten:
Im Stellensoll der BF waren vorgesehen: 1 Branddirektor, 3 Brandräte, 5 Brandinspektoren, 6 Oberbrandmeister, 46 Brandmeister und 256 Feuerwehr- bzw. Oberfeuerwehrmänner. Die Freiwillige Feuerwehr war ca. 550 Mann stark.
1959
Bei der Bekämpfung eines Brandes des im Europahafen liegenden Motorschiffes
"Wihinapa" am 26.10.59 kamen ein Brandrat und ein Feuerwehrmann ums Leben.
1962
Am 13./14. und am 16./17. Februar 1962 wurde Norddeutschland von
einer schweren Flutkatastrophe heimgesucht. In Bremen gab es 1.110 Feuerwehreinsätze. Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen fielen 173 Unfall- und Krankentransporte an. 136 Menschen konnten aus unmittelbarer Lebensgefahr gerettet werden. Dennoch kam für viele Menschen jede Hilfe zu spät. Sehr viel Groß- und Kleintier musste ebenfalls aus den Fluten gerettet werden. Ungezählte Straßen wurden von Hindernissen befreit und 154 Bäume mussten von der Feuerwehr gefällt werden.
1970 ..... wird fortgesetzt
Die FEUERWEHR BREMEN feiert ihr 100jähriges Bestehen am 11. Mai 1970. Die damalige Festzeitschrift können Sie hier einsehen/herunterladen (17 MB) .![]()
Am 1. Januar 1970, dem Jubiläumsjahr, betrug die Personalstärke der BF Bremen insgesamt 534 Mann. An ständig besetzten Wachen waren vorhanden:
| Feuerwache 1 (Hauptfeuerwache) | Am Wandrahm 24 |
| Feuerwache 2 | Bennigsenstr. 16 |
| Feuerwache 4 | Woltmershauser Allee1 |
| Feuerwache 5 | Waller Stieg |
| Feuerwache 6 | Gröpelinger Heerstr. 226 |
| Feuerwache 7 | Aumunder Feldstr. 41 |
Die Leiter der Feuerwehr Bremen von 1870 bis heute
1870-1879
Branddirektor Schumann
1879-1887
Branddirektor Stude
1932-1934
Branddirektor Fr. Wilh. v. Müller
1943-1948
Oberstl. d. FSchP. ab ´45 Branddirektor Anders
1962-1969
Branddirektor Oberdieck















