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5.7.2008 : 18:31 : +0200

NEF

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Das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)

Bild von NEF

 

Ende 2004 und Anfang 2005 beschaffte die FEUERWEHR BREMEN jeweils 2 neue Notarzteinsatzfahrzeuge. Diese wurden als  20/.., 40/.., 50/.. und 60/82-1 an den verschiedenen Bremer Krankenhäusern in Dienst gestellt. Seit dem Jahr 1998 wird im Bremischen Rettungsdienst das Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) eingesetzt. Es ersetzt  den so genannten Notarztwagen (NAW), den die FEUERWEHR BREMEN seit 1973 im Rettungsdienst einsetzte. Der Grund des Wechsels war die Einführung eines wirtschftlicheren Systems. Das NEF-System beruht auf einer sehr flexiblen Disposition dieser Fahrzeuge, die im so genannten "Rendezvous"-Verfahren im Einsatz befindliche Rettungswagen ergänzen. Der NAW hingegen war mit 2 Feuerwehrbeamten und einem Notarzt besetzt, während das NEF lediglich mit einem Beamten sowie einem Notarzt besetzt sein muss. Der Feuerwehrbamte verfügt über die Qualifikation eines Rettungsassistenten. Zudem konnte durch die Umstellung auf das NEF-System ein weiterer, zusätzlicher Notarztstandort im stadtbremischen Rettungsdienst eingerichtet werden.

Die NEF sind an fünf großen Krankenhäusern im bremischen Stadtgebiet stationiert: Klinikum Bremen Links der Weser (40/82-1), Klinikum Bremen Mitte (20/82-1), Klinikum Bremen Ost (30/82-1), Ev. Diakonissenanstalt (50/82-1), Klinikum Bremen Nord (60/82-1). Von diesen Krankenhäusern werden auch die Notärzte für das NEF gestellt. Dabei handelt es sich ausschließlich um Anästhesisten mit der Zusatzqualifikation "Fachkundenachweis Rettungsdienst". Bei einem Notfalleinsatz wird das NEF am Krankenhaus alarmiert. Zeitgleich wird ein Rettungswagen auf einer der sechs Wachen der Feuerwehr oder den  Standorten der am Rettungsdienst Bremen beteiligten Hilfsorganisationen alarmiert.

Dies geschieht durch die Feuer- und Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr auf der Feuerwache 1. Bei den Hilfsorganisationen handelt es sich um den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), den Malteser Hilfsdienst (MHD) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit den Kreisverbänden Bremen-Mitte und Bremen-Nord. Selbstverständlich können die Fahrzeugbesatzungen auch über Funk alarmiert werden, wenn sie sich nicht auf ihrer Wache befinden. An der Einsatzstelle übernimmt  die Besatzung des eintreffenden Fahrzeuges die Erstversorgung des Patienten. Trifft das zweite Fahrzeug ein, unterstützt die Besatzung die Kollegen. Nach der Untersuchung des Patienten entscheidet der Notarzt je nach Schwere des Unfalls oder der Krankheit über die Art und den Umfang der medizinischen Versorgung und des Transports.

Dabei wird zwischen dem Transport mit oder ohne Notarzt unterschieden. Wenn sich der Patient z.B. in Lebensgefahr befindet, oder es nicht auszuschließen ist, dass er während des Transportes in einen lebensbedrohlichen Zustand gerät, wird der Notarzt ihn im Rettungswagen begleiten. So kann er dem Patienten Infusionen und Medikamente verabreichen, oder auch eine künstliche Beatmung einleiten. Beide Fahrzeuge fahren dann mit Blaulicht und Alarm zum nächsten geeigneten Krankenhaus. Der Transport zum Krankenhaus ohne Notarzt wird durchgeführt, wenn die Maßnahmen der RTW - Besatzung ausreichen, den Patienten sicher und in einem stabilen Zustand ins Krankenhaus zu befördern. In diesem Fall ist das NEF sofort wieder einsatzbereit. Es fährt zurück zum Krankenhaus oder wird durch die Feuer- und Rettungsleitstelle zu einem neuen Einsatz beordert