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News

12.05.2008 18:23 Alter: 192 Tage

Hohe Waldbrandgefahr

Rubrik: Info

Von: Ture Schönebeck

Deutscher Wetterdienst stellt eine "hohe Gefahr" für Bremen und umzu fest

Waldbrandstufe 4 für Bremen und umzu!

Die Prognose finden Sie hier: Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDeutscher Wetterdienst

Wie muss ich mich verhalten?

Alle Verbote und einschränkenden Bestimmungen einer Stufe gelten automatisch auch für die höheren Stufen.

Stufe 1 - keine Gefahr

Stufe 2 - geringe Gefahr
Arbeiten im Wald sind mindestens zwei Tage zuvor beim zuständigen Revierförster anzumelden.
Die Durchfahrt für Waldbesitzer und Jäger für durchzuführende Arbeiten ist gestattet.
Schweißarbeiten sind nur mit Genehmigung und unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen durchführbar.
Es dürfen keine Sprengarbeiten durchgeführt werden.
Es dürfen keine chlorhaltigen oder brennbaren Flüssigkeiten ausgebracht werden.
Für das Verbrennen von Sägeabfall und Reisig ist eine Genehmigung erforderlich.

Stufe 3 - mittlere Gefahr
Sägeabfälle und Reisig dürfen nicht mehr verbrannt werden. Etwaige Genehmigungen entfallen.

Stufe 4 - hohe Gefahr
Schweißarbeiten sind generell verboten. Ausnahmen gelten nur für Bahngleise und den Bahnbetrieb.
öffentliche Wege und Straßen, die durch Wälder führen, dürfen nicht verlassen werden.
Parkplätze in Wäldern und ähnliches können für Besucher gesperrt werden.

Stufe 5 - sehr hohe Gefahr
Das Betreten des Waldes ist verboten. Ausnahmen gelten für Forstdienstmitarbeiter und Waldbesitzer, die notwendige Arbeiten durchführen.
Das Parken an Waldparkplätzen ist verboten. Die zuständige Verwaltungsbehörde hat für eine Kennzeichnung zu sorgen.

 

Während der Waldbrandsaison stellt der DWD täglich aktualisierte Waldbrandgefahrenprognosen für Deutschland bereit.

Wie wird die Waldbrandgefahr ermittelt?

Die operationelle Berechnung der Waldbrandgefahr erfolgt auf der Basis des M-68-Modells. Da es international üblich ist, die Waldbrandgefährdung durch die Stufen 1 bis 5 zu beschreiben, wird diese Einteilung auch auf das M-68-Modell angewendet, welches eigentlich die Stufen 0 bis 4 vorsah.

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Stufen der Waldbrandgefährdung
internationalGefährdungsstufeOriginal M-68

1

sehr geringe Gefahr

0

2

geringe Gefahr

1

3

mittlere Gefahr

2

4

hohe Gefahr

3

5

sehr hohe Gefahr

4



 

Berechnung der Waldbrandgefahr

Das M-68-Modell wurde bereits vor drei Jahrzehnten in den jetzt ostdeutschen Bundesländern eingeführt und hat sich als sehr zuverlässig erwiesen. Es greift auf Mittagswerte der Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchte, der Windgeschwindigkeit und auf 24-stündige Niederschlagssummen sowie - während der Frühjahrsmonate - auf morgendliche Schneehöhenmessungen zurück. Maßgeblich für die Bewertung der Brandgefahr sind jedoch nicht allein meteorologische Parameter, sondern es spielt auch der Vegetationsstand eine wesentliche Rolle. Deshalb wird durch Zeigerpflanzen die phänologische Entwicklung des Waldbodenbewuchses und des Kronenraums abgeschätzt. Wenn das frische Ergrünen der Bodenvegetation und die Belaubung der Kronen abgeschlossen sind, wird die Ausbreitung der Waldbrände gedämpft und die Gefahr niedriger bewertet. Allerdings sind nicht alle Baumarten gleichermaßen zündanfällig. Waldbrandstatistiken zeigen, dass unterschiedliche Bestandstypen in unterschiedlichem Maße von Waldbränden bedroht sind. Es hat sich deshalb als sinnvoll und ausreichend erwiesen, die Waldlandschaften - je nach ihrer Zünd- und Brennfähigkeit - in drei unterschiedliche Klassen zu unterteilen. Die mit dieser Klasseneinteilung verbundenen Gefährdungskorrekturen werden bei der abschließenden Bewertung des Waldbrandrisikos berücksichtigt