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News
akut - Deutsches Forum für Notfallmedizin & Rettung
29.08.-30.08.2008 Messe und Congress Centrum Bremen
akut – Deutsches Forum für Notfallmedizin & Rettung bedeutet: über die Theorie hinaus die praktische Umsetzung im Zusammenwirken der gesamten Rettungskette erlebbar zu machen. Dies wird in besonderem Maße für Profis und Laien auf dem Außengelände, der Bremer Bürgerweide sichtbar.
So zum Beispiel im Zelt der Polizei Bremen: Hier arbeiten Polizei und Retter Hand in Hand, wenn im „Systemischen Einsatztraining“ Einblicke in die Gefahren gegeben wird, die für Helfer bei jedem Einsatz beispielsweise nach Streitigkeiten bestehen können.
Der Stadtbremische Rettungsdienst mit ASB, DRK, MHD und Berufsfeuerwehr Bremen ist mit seinen Fahrzeugen vor Ort und demonstriert gemeinsam die Einsatztaktik bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV) nach einem Busunfall. Hierbei kommt u.a. auch der neue Großraumrettungswagen (GRTW) der Berufsfeuerwehr Bremen zum Einsatz, der mit einer Länge von 13 Metern einer der größten G-RTW’s in Deutschland ist.
Selbstverständlich sind weitere Einsatzfahrzeuge für besondere Belange vor Ort: etwa die Rettungszelle der Berufsfeuerwehr Bremen für den Transport besonders übergewichtiger Patienten, ein Großraumrettungstransportwagen (GRTW) der Berufsfeuerwehr Koblenz, ein aus Aluminium gefertigtes Arbeitsboot mit Wasserstrahlantrieb, das von der Kreisfeuerwehr des Landkreises Wesermarsch entwickelt wurde, ein Einsatzmotorrad der Stauberater von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., eine „Ambulance“ aus den Niederlanden und viele Fahrzeuge mehr.
Die Rettungshubschrauber Christoph 6 vom ADAC und Christoph Weser der Deutschen Rettungsflugwacht e.V. sind auf der Bürgerweide stationiert und fliegen während der Veranstaltungstage ihre realen Einsätze von hier. Am Samstag, dem 30. August 2008 wird zudem gegen 12:00 Uhr die Landung des Bundeswehrhubschraubers SAR 31 (Bell UH 1 D) aus Diepholz erwartet.
Interessant dürfte auch der Blick hinter die Kulissen der verschiedenen Einsatzübungen werden. Wie bereiten sich die Realistischen Unfalldarsteller (RUD) des DRK Kreisverbands Bremen e.V. vor? Das Schminken der verschiedenen Verletztendarsteller findet öffentlich statt. Auch die PKW`s müssen für ihren Einsatz als Unfallwagen in den Demonstrationen zur technischen Hilfeleistung zunächst einmal hergerichtet werden. Dies geschieht auf spektakulärem Weg: mit Hilfe eines Krans werden sie aus 20 m Höhe auf die Freifläche fallen gelassen. Wie ein gecrashtes 0-Serienfahrzeug der GLK-Klasse von Mercedes-Benz aussieht, lässt sich auf dem Marktplatz in der Ausstellungshalle begutachten.
Wer sich eine realistische Patientenversorgung aus der Nähe anschauen will, für den hält das DRK Kreisverband Bremen e.V. einen Patientensimulator in einem Rettungswagen bereit. Bekanntlich kann und sollte auch der Laie im Notfall helfend eingreifen. Das ASB Trainingszentrum Rettungsdienst Bremen frischt die Kenntnisse über Erste-Hilfe-Maßnahmen auf. Wenn gewünscht, wird auch der Zustand der Ersthelfer und Profis kontrolliert. Wie ist der aktuelle Blutdruck, wie der Blutzucker?
Auch der korrekte Umgang mit Feuerlöschern und ein Basiswissen über Brandarten gehören im Ernstfall zu den lebenswichtigen Fragen. Was tun, wenn in der Küche ein Fettbrand entsteht? Fragen wie diese werden in den Löschvorführungen der Firma Domeyer beantwortet.
Um PKW-Brände geht es zum Beispiel im Szenario „Verkehrsunfall mit Brandfolge“. Durch Pyrotechniker der Unteren Katastrophenschutzbehörde des Main-Taunus-Kreises wird ein entsprechendes Einsatzszenario dargestellt.
Realitätsnahe Brände werden auch im Brandübungscontainer der Niedersächsischen Landesfeuerwehrschule Loy und Celle dargestellt. Interessierte können zuschauen, wenn von Profis der Einsatz geübt wird. Passend zum Thema „Brandbekämpfung“ wird es natürlich auch nass: etwa in den Löschvorführungen mit dem Löschunterstützungsfahrzeug LUF 60, einem ferngesteuerten Kettenfahrzeug, das insbesondere zum Löschen von Bränden in unterirdischen Verkehrsanlagen, in Tiefgaragen u.ä. oder zum Niederschlagen von Schadstoffwolken eingesetzt werden kann. Seitens der Flughafenfeuerwehr des Airport Bremen wird die Leistungsfähigkeit eines Flugfeldlöschfahrzeuges mit einer Pumpenleistung von 6000l/min demonstriert.
Ein Blick in die Vergangenheit der „Feuerwehrfahrzeugtechnologie“ wird durch die Ausstellung verschiedener Oldtimer der Freiwilligen Feuerwehr Kirchweyhe und der Freiwilligen Feuerwehr Ritterhude-Ihlpohl ermöglicht.
Eine der Herausforderungen im Rettungsdienst ist der Gefahrgutunfall. Hier bestehen spezifische Anforderungen an die Rettungskette, mittlerweile auch im Hinblick auf die Vorbereitung der Gefahrenabwehrbehörden auf die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Dekontamination von Verletzten, eines der Themen im Kongressprogramm, wird in der Ausstellungshalle vom ASB Bremen Ost und der Berufsfeuerwehr Dortmund und auf dem Außengelände von der Kreisfeuerwehrbereitschaft 4 aus dem Landkreis Northeim praktisch vorgeführt.
Nicht nur die Zusammenarbeit der Rettungskette spielt in Notlagen eine große Rolle; Geruchs- und Gehörsinn eines Hundes sind beispielsweise um ein Vielfaches besser ausgeprägt als jene des Menschen. Deshalb werden Hunde oft unterstützend z.B. bei der Ortung von Menschen eingesetzt. Unter dem Motto „Hunde retten Menschenleben“ zeigt die Rettungshundestaffel Weser-Ems e.V. ihr Können. Hierzu gehört u.a. das Abseilen von Hund und Hundeführer von einem Kran der Firma Holler-Pröschild Krane & Schwerlast-Logistik.
In großer Höhe findet auf der akut noch einiges mehr statt. Das THW demonstriert mit Hilfe eines Turmes Höhenrettung von verletzten Personen. Unter dem Motto "Technik zum Anfassen und Erleben" können sich das Fachpublikum und interessierte Besucher zudem von der besonderen Technik des THW überzeugen, wie der Betonkettensäge, dem Kernbohrgerät oder den schweren Hebekissen. Wie geht man bei einer Ölschadensbekämpfung auf dem Wasser vor und wie kann verschmutztes Wasser im Einsatzgebiet so aufbereitet werden, dass es trinkbar wird? Antworten auf diese Fragen gibt es bei akut.
Im Auslandseinsatz kommt auch der Rettungsstation der Bundeswehr eine wichtige Rolle zu. Dieses präklinische medizinische Versorgungssystem ist hochgradig mobil, die Container sind innerhalb einer Stunde betriebsbereit und können 72 Stunden lang autark arbeiten. Das Fachsanitätszentrum Wilhelmshaven demonstriert anlässlich der akut auf dem Außengelände mehrfach, wie ein Gelände gesichtet und die Sanitätsstation in kürzester Zeit aufgebaut wird. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Besichtigung.
Entdecken Sie gerne selbst, was es Weiteres zu sehen und erleben gibt. Nur das Engagement von vielen professionellen und ehrenamtlichen Helfern und die motivierte Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Rettungskette der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben hat die Vielfalt des Angebotes von akut erst ermöglicht. Wir danken allen Beteiligten herzlich!
Für Ausstellung und Kongress können Sie sich auf der Website www.akut-bremen.de anmelden.


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