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Die FEUERWEHR BREMEN ist als nachgeordnete Behörde Teil der Stadtverwaltung und dem Senator für Inneres in Bremen unterstellt. Ihre Rechtsgrundlage ist das Bremische Hilfeleistungsgesetz (BremHilfeG).
Sie unterhält im Wesentlichen alle Bereiche zum Führen einer Behörde und ist in administrative und operative Aufgabenbereiche aufgeteilt. Geführt wird die FEUERWEHR BREMEN derzeit von Ltd. Branddirektor Karl-Heinz Knorr.

Die Aufgabenübertragung der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr an die FEUERWEHR BREMEN für den Bereich der Stadtgemeinde Bremen umfasst im Sinne des Bremischen Hilfeleistungsgesetzes alle Maßnahmen

1. der Gefahrenbekämpfung

  1. Brandbekämpfung,
  2. Medizinische Rettung von Menschen,
  3. Technische Rettung von Menschen und Tieren aus lebensbedrohlichen Lagen,
  4. Schutz von Sachwerten,
  5. Technische Hilfeleistung bei Umweltschäden, Unglücksfällen und öffentlichen Notständen, die durch Naturereignisse, Wasser- und Gasausströmungen, Gebäudeeinstürze oder ähnliche Vorkommnisse verursacht werden;

2. des vorbeugenden Gefahrenschutzes zur Verhütung dieser Gefahren.

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Ltd. BD Karl-Heinz Knorr

Organisationsschema

Um die umfangreichen Aufgaben zu bewältigen sollen 610 Feuerwehrbeamte beschäftigt werden. Dazu kommen etwa 30 Angestellte und Beamte mit Verwaltungsaufgaben. Zur Unterstützung kann sich die FEUERWEHR BREMEN weiterer Hilfsorganisationen bedienen. Dies sind derzeit für den Bereich des Rettungsdienstes das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter Samariter Bund und der Malteser Hilfsdienst. Für spezielle Hilfe- und Dienstleistungen können weitere Organisationen und/oder Vereine, wie beispielsweise die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft herangezogen werden.

Den administrativen Bereich der FEUERWEHR BREMEN bilden die Abteilungen 1 bis 5. Mit Ihnen wird der Einsatzdienst dazu befähigt seine Aufgaben wahrzunehmen. Dies reicht von der Beschaffung und Erhaltung der technischen Ausstattung und persönlichen Schutzausrüstung über die Aus- und Fortbildung bis zur Einsatzplanung. Der vorbeugende Brandschutz, bei dem die Baubehörde, Architekten und Bauherren beraten werden, gehört ebenfalls hierzu.

Im Stabsbereich 2 werden alle Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit koordiniert.

Abteilungen der FEUERWEHR BREMEN

Die Abteilung 1 –Allgemeine Verwaltung– arbeitet eng mit allen anderen Abteilungen der Feuerwehr Bremen zusammen und bildet eine wichtige Schnittstelle zu den Behörden Senator für Inneres sowie der Senatorin für Finanzen. Sie ist zuständig für Haushalts- und Finanzplanungen sowie die Durchführung der Haushalte einschließlich des Controllings für den Produktgruppenhaushalt und den Rettungsdienst. Sämtliche Vorgänge des Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesens sowie der Personalverwaltung und der klassischen Verwaltungsaufgaben laufen in den Referaten 10 und 11 zusammen. Im Referat 12 –Liegenschaften– erfolgt die Planung und Koordination von Neubauten, Sanierungen und Umbauten bzw. Instandsetzungen und Modernisierungen. Die Einnahmen und Ausgaben der Feuerwehr Bremen werden entsprechend der Fachbereiche Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz getrennt.

Die Abteilung 2 – Vorbeugender Brand – und Gefahrenschutz – beschäftigt sich mit der Abwehr von abstrakten Brandgefahren. Diese Aufgabe der Feuerwehr Bremen ist auf Grundlage der in den vergangenen Jahrhunderten gemachten Erfahrungen entstanden. Die Stadt Bremen war in den Jahren zwischen 913 und 1754 11 mal abgebrannt. Damals waren keine bzw. nur unzureichende Schutzmaßnahmen gegen Feuer bekannt. Mit der Zeit wurde deutlich, dass Brände durch vorbeugende Maßnahmen vermieden werden können. In Bremen beginnt man 1902 mit der Einrichtung von Brandabschnitten in Gebäuden und der Verwendung von möglichst nicht brennbaren Baustoffen. Die Löschwasserversorgung wird erheblich besser ausgebaut. Heute verstehen wir unter vorbeugendem Brandschutz alle, in einem Objekt getroffenen baulichen, technischen und betrieblichen Maßnahmen, die geeignet sind den Ausbruch eines Brandes zu verhindern, bzw. den Brandschaden so gering wie möglich zu halten und auch die Maßnahmen, die eine Menschenrettung und eine wirksame Brandbekämpfung ermöglichen. Dazu gehören unter anderem:

  • die Beteiligung im Bauleitverfahren (Referat 21)
  • die Beratung der Bauaufsichtsbehörde in den verschiedenen Baugenehmigungsverfahren sowie die Planung und die Betreuung von sämtlichen Veranstaltungen, die in Bremen stattfinden (Referat 20)
  • die Planung und Ausbauplanung der Löschwasserversorgung in der Stadtgemeinde Bremen (Referat 21)
  • die Planung und Kontrolle der im bauaufsichtlichen‚ Genehmigungsverfahren geforderten Feuerwehrzufahrten mit ihren Aufstellflächen (Referat 21)

Die vielen umweltrelevanten Themen werden im Referat 22 – Umweltschutz – bearbeitet. Dazu gehört u.a. die Mitwirkung bei einsatzvorbereitenden Maßnahmen zur Bekämpfung frei werdender Gefahrstoffe, die gefährdend für Mensch und Umwelt sind, sowie die konsequente Erweiterung und Aktualisierung der Ausrüstung für Gefahrguteinsätze. So wurde im Jahr 2013 die Neubeschaffung von Mehrgas-Messgeräten sowie zwei neuer leistungsstärkeren PID für den ELW-U durchgeführt. Ferner wurden für den Strahlenschutz neue Dosisleistungswarngeräte und Dosisleistungsmessgeräte beschafft. Weiterhin standen auch Neubeschaffungen von zwei Impulssonden sowie eines Teletektors an, die die bisher verwendeten überalterten Geräte ersetzen.

Das Referat 30 – Kommunikationstechnik – ist zuständig für die Fachbereiche Funk-, Telefon – und Netzwerktechnik. Das Sachgebiet steht den Endanwendern der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes zu den Tagesdienstzeiten als Dienstleister für Austausch und Reparatur von Funkgeräten zur Verfügung. Außerdem gehört die technische Betreuung der Feuerwehr – und Rettungsleitstelle zu den Aufgaben des Referats. Dazu gehören u.a. die Daten – und Systempflege der Funk – und Notrufabfrageanlage. Die Kommunikationstechnik unterliegt einem enormen Wandel. Die technisch gestützte Kommunikation wird zunehmend komplexer und stellt das Referat 30 vor neue Herausforderungen. Hier ist insbesondere die derzeit laufende Einführung des Digitalfunks zu nennen. Das Referat 31 – Datenverarbeitung – ist verantwortlich für die Bereitstellung und Aufrechterhaltung der für den Dienst betrieb bei der Feuerwehr Bremen notwendigen Computer-Infrastruktur (Hardware und Software). Die Referate 30 und 31 arbeiten eng mit der Feuerwehr – und Rettungsleitstelle zusammen und bilden eine zentrale Stelle für die Funktionsfähigkeit der technischen Abläufe in der Feuerwehr – und Rettungsleitstelle. Zur Lenkung und Koordination der Einsätze zur Gefahrenabwehr betreibt die Stadtgemeinde Bremen bei der Feuerwehr Bremen eine Feuerwehr – und Rettungsleitstelle als integrierte Leitstelle. Sie ist mit allen notwendigen Führungs-, Fernmelde-, Notruf-, Alarmierungs – und Dokumentationseinrichtungen ausgestattet und ist dem Referat 32 zugeordnet.

Für erfolgreiche Einsätze genügen nicht nur die guten Fachkenntnisse der Einsatzkräfte, zwingend erforderlich ist auch eine gute, zeitgerechte und einwandfreie Technik und Ausstattung. Alle bei der Feuerwehr Bremen im Einsatz befindlichen Fahrzeuge und Geräte müssen den einschlägigen Regeln der Technik und sicherheitstechnischen Vorschriften entsprechen. Nur so ist gewährleistet, dass sie zum einen dem Anwender ein Maximum an Sicherheit bieten und zum anderen auch in extremen Einsatzsituationen zuverlässig funktionieren. Hierfür ist die Abteilung 4 – Technik und Arbeitsschutz – zuständig. Das Referat 40 – Fahrzeug– und Gerätewesen – erarbeitet Fahrzeugkonzeptionen einschließlich Beladung und führt die Beschaffung durch. Im Bereich der feuerwehrtechnischen Geräte, der Verbrauchsmaterialien und der Löschmittel wird die Bedarfsermittlung, Beschaffung, Ersatzbeschaffung, Wartung und in den Werkstätten ggf. die Reparatur durchgeführt. Im Referat 41 – Atemschutz – und Tauchwesen – erfolgt die Beschaffung, Reparatur und Wartung von Atemschutz – und Taucherausrüstung und Schutzausrüstung für Gefahrgut. Des weiteren werden von dem Referat die jährlich durchzuführenden Atemschutzübungen in der Atemschutzübungsanlage koordiniert und durchgeführt. Deutsche und europäische Gesetze, die ergänzt werden durch Richtlinien und Sicherheitsregeln der Berufsgenossenschaften oder Unfallversicherungen, sollen den Schutz der Arbeitnehmer gewähren. Dies sind alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die zur Verhütung von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen beitragen. Das Referat 42 – Arbeitsschutz, Persönliche Schutzausrüstung – achtet auf die Einhaltung dieser Vorschriften. Des weiteren obliegt dem Referat 42 die Erarbeitung von Dienstbekleidungskonzepten einschließlich der persönlichen Schutzausrüstung sowie deren Beschaffung.

Dem Referat 50 obliegt die Zuständigkeit für den Aufgabenbereich Aus– und Fortbildung. Fundiertes Fachwissen und eine regelmäßige Fortbildung sind zwingend notwendig, um den Anforderungen des umfangreichen Tätigkeitsbereiches der Feuerwehr gerecht zu werden. Die ständige Weiterentwicklung von Fahrzeug– und Gerätetechnik sowie der Einsatztaktik erfordern eine konsequente Anpassung der Aus– und Fortbildungsinhalte sowie ein ständiges Einsatztraining im Zuge der Einsatzvorbereitung. Die Feuerwehr Bremen ist einer von vier Leistungserbringern im Stadtbremischen Rettungsdienst. Träger des Rettungsdienstes ist die Stadtgemeinde Bremen. Neben der Besetzung von Rettungswagen auf den Feuer– und Rettungswachen entsprechend der Vorhalteplanung, werden insgesamt fünf an bremischen Krankenhäusern stationierten Notarzteinsatzfahrzeuge und ein Intensivtransportwagen von Rettungsassistenten der Feuerwehr Bremen besetzt. Weitere Aufgaben im Rettungsdienst, wie z.B. die Spitzenabdeckung, die Durchführung von Sondertransporten mit besonderen Anforderungen und die Gestellung des Organisatorischen Leiters Rettungsdienst (OrgL) werden ebenfalls von der Feuerwehr Bremen durchgeführt und rund um die Uhr sichergestellt.

Dem Referat 51 obliegt die Zuständigkeit für die Sicherstellung der fahrzeug – und gerätetechnischen Einsatzbereitschaft der Rettungsmittel bei der Feuerwehr Bremen. Neben der Berufsfeuerwehr gibt es in Bremen 19 Freiwillige Feuerwehren.

Alle in Zusammenhang mit den Freiwilligen Feuerwehren der Stadtgemeinde Bremen stehenden Angelegenheiten werden zentral im Referat 52 bearbeitet, dem hierüber hinaus auch die Belange für den Katastrophenschutz und die Werkfeuerwehren obliegen. Innerhalb der Abteilung "Einsatz und Ausbildung" der Feuerwehr Bremen sind somit die Zuständigkeiten für Einsatzvorbereitung für die alltägliche Gefahrenabwehr als auch für Groß– und Sondereinsatzlagen zusammengefasst.

Aufgrund der ständig steigenden Qualitätsanforderungen im Rettungsdienst wurde im Jahr 2015 das Referat 53 -Fortbildungsinstitut des stadtbremischen Rettungsdienstes- gegründet. Dort wird nun zentral die rettungsdienstliche Fortbildung für das gesamte Personal des stadtbremischen Rettungsdienstes durchgeführt. Die Mitarbeiter arbeiten eng mit dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst und den Krankenhäusern zusammen.

Der operative Bereich, der "abwehrende Brandschutz" als Kernaufgabe der FEUERWEHR BREMEN, umfasst die strategisch in 5 Brandschutzabschnitte und 7 Bereitschaften der Freiwilligen Feuerwehren eingeteilten Einheiten um eine optimale Organisation der Einsatzmaßnahmen zu gewährleisten. 

Dem Stabsbereich 1 -Organisation des Einsatzdienstes- sind die 5 Brandschutzabschnitte mit den 6 Feuer- und Rettungswachen untergeordnet. Von dort aus wird das Personal für die täglich benötigte Funktionsstärke geplant. Alle weiteren personalorganisatorischen und disziplinarischen Maßnahmen werden hier ebenfalls bearbeitet. Auch die organisation amtsärztlicher Untersuchungen und Vorsorgekuren ist Aufgabe des Stabsbereichs 1.

Die Organisation der Freiwilligen Feuerwehren ist der Abteilung 5 -Einsatz und Ausbildung- zugeordnet.

Brandschutzabschnitt Mitte

  • Feuer- und Rettungswache 1

Brandschutzabschnitt Ost

  • Feuer- und Rettungswache 2
  • Feuer- und Rettungswache 3
    • 4. Bereitschaft:
      FF Lehesterdeich, FF Borgfeld, FF Timmersloh
    • 5. Bereitschaft:
      FF Oberneuland, FF Osterholz, FF Mahndorf

Brandschutzabschnitt Süd

  • Feuer- und Rettungswache 4
    • 6. Bereitschaft:
      FF Arsten, FF Neustadt
    • 7. Bereitschaft:
      FF Huchting, FF Strom, FF Seehausen

Brandschutzabschnitt West

  • Feuer- und Rettungswache 5
    • 3. Bereitschaft:
      FF Lesumbrok, FF Grambkermoor, FF Blockland

Brandschutzabschnitt Nord

  • Feuer- und Rettungswache 6
    • 1. Bereitschaft:
      FF Farge, FF Blumenthal, FF Vegesack
    • 2. Bereitschaft:
      FF Schönebeck, FF Burgdamm