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Löschfahrzeuge

Löschfahrzeuge dienen vorrangig zum Löschen von Bränden, zur Menschenrettung und zur Durchführung von technischen Hilfeleistungen kleineren bis mittleren Umfangs. Sie werden unterteilt in die Kategorien

  • Löschgruppenfahrzeuge
  • Tanklöschfahrzeuge
  • Tragkraftspritzenfahrzeuge und
  • sonstige Löschfahrzeuge.

Die FEUERWEHR BREMEN setzt bereits seit mehreren Jahrzehnten auf das Konzept der Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF). Sie sind die Allround-Fahrzeuge unter den genormten Löschfahrzeugen der deutschen Feuerwehren. Während bei den Freiwilligen Feuerwehren häufig auch Löschgruppenfahrzeuge mit der Besatzung einer Löschgruppe, d. h. neun Einsatzkräfte, eingesetzt sind, so sind die HLF aufgrund ihres Löschwasserbehälters und erweiterter Ausstattung i.d.R. nur mit einer Staffel besetzt.

Zur Ausrüstung eines Löschfahrzeugs gehört immer eine Feuerlöschkreiselpumpe, tragbare Leitern und umfangreiche Gerätschaften zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung. Ein Teil der Löschfahrzeuge ist mit einem Wassertank ausgerüstet.

Aufgrund zahlreicher Aktualisierungen der Normen für Feuerwehrfahrzeuge in den letzten 20 Jahren gibt es derzeit noch viele unterschiedliche Fahrzeuge und Bezeichnungen. Aktuelle Fahrzeugnormen die bei der FEUERWEHR BREMEN vertreten sind, sind beispielsweise HLF 20, LF 10 und das für den Katastrophenschutz genormte LF KatS. Zu den nicht mehr genormten, aber noch viel vertretenen Löschgruppenfahrzeugen gehören: LF 8, LF 8/6, LF 16, LF 16/12 und HLF 16/12.

Tanklöschfahrzeuge transportieren große Mengen Löschmittel (hauptsächlich Wasser, z.T. Schaummittel). Sie sind mit einer fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe ausgestattet und verfügen in der Regel wegen des größeren Löschmitteltanks über weniger Gerätschaften und über kleinere Besatzungen (entweder sechs Feuerwehrleute, "Staffelbesatzung" oder drei Feuerwehrleute, "Truppbesatzung"). Tanklöschfahrzeuge verfügen über einen Allradanrieb.

Aktuell genormt sind ausschließlich Truppfahrzeuge: TLF 2000, TLF 3000 und TLF 4000. Zu den nicht mehr genormten aber noch viel vertretenen Löschgruppenfahrzeugen gehören: TLF 16/24 TrTLF 16/25 (Staffel) und TLF 24/50. Die Norm-Fahrzeuge TLF 20/40 und TLF 20/40 S (mit Schaum) befanden sich nur kurze Zeit auf dem Markt und sind heute ebenfalls nicht mehr in der Norm enthalten.

Tragkraftspritzenfahrzeuge sind die kleinsten selbstfahrenden Löschfahrzeuge bei den deutschen Feuerwehren. Die FEUERWEHR BREMEN verfügt nicht über ein Fahrzeug dieses Typs.
Sie sind mit Material zur Brandbekämpfung und zur Durchführung technischer Hilfeleistungen kleineren Umfangs - z.B. mit Werkzeugkästen und Feuerwehräxten - ausgerüstet. Genormt sind zwei Typen von Tragkraftspritzenfahrzeugen: Das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF und das Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W). Beide führen eine mit vier Einsatzkräften transportable Tragkraftspritze (TS) mit, die jeweils einzige Pumpe des Fahrzeugs. Das TSF-W hat im Gegensatz zum TSF einen Wassertank mit 500l Inhalt. Diese Fahrzeugnorm wurde eingeführt, um die Schlagkraft kleinerer Feuerwehren zu erhöhen. Die Besatzung beträgt bei beiden Typen jeweils eine Staffel. Die Beladung ist für eine Gruppe ausgelegt.

Sonstige Löschfahrzeuge sind nicht oder nicht mehr genormt. Besonders bei Werkfeuerwehren oder bei Feuerwehren in großen Städten kommen aber durchaus Fahrzeuge vor, die über spezielle Löschmittel verfügen. So gibt es z.B. Pulverlöschfahrzeuge (auch: Trockenlöschfahrzeuge TroLF bzw. Trockentanklöschfahrzeuge TroTLF), die größere Mengen Löschpulver zur Einsatzstelle transportieren können, spezielle Schaumlöschfahrzeuge, die nur Schaummittel oder ein einsatzfertiges Schaum-Wasser-Gemisch mit sich führen. Weiterhin gibt es Löschfahrzeuge, die aufgrund ihrer Löschmittelzusammenstellung oder einer anderen Beladung nicht in das Normschema passen.