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Rettungswagen (RTW)

 

(the) Die RTW der neuesten Generation (MB Sprinter 515 CDI) sind seit 2014 im Rettungsdienst der Stadtgemeinde Bremen im Einsatz. Sie entsprechen der europäischen Norm EN 1789 Teil C und sind in Shelter-Bauweise gefertigt worden. Bei der FEUERWEHR BREMEN werden die RTW von zwei Beamten besetzt, von denen mindestens einer die Qualifikation eines Rettungsassistenten haben muss. Der Zweite Beamte ist mindesten Rettungssanitäter, eine Grundqualifikation, die alle Beamten der BF bereits im Laufe ihrer 18-monatigen Grundausbildung erlangen.

Ein besonderes Augenmerk wurde bei diesen Fahrzeugen auf die komfortable Handhabung und  praxisgerechte Alltagstauglichkeit gelegt. Sie sind dazu mit einer Rückfahrkamera, einer Klimaanlage (Fahrer- und Patientenraum), einem Automatikgetriebe, sowie mit einem satellitengestützten Navigationssystem ausgestattet. Dies sind wichtige Details, wenn man bedenkt, dass diese Fahrzeuge oft für die gesamte Dienstschicht (12 Stunden) die Arbeitsplätze der Kollegen darstellen. Selbstverständlich kommen diese Vorzüge auch dem Patienten zugute, nicht nur im innerstädtischen Rettungsdienst, sondern auch im u.U. bundesweit stattfindenden Ferntransport.

Zur Gebietsabdeckung sind  Rettungswagen auf den 6 Bremer Feuer- und Rettungswachen und den Standorten der beteiligten Hilfsorganisationen (ASB, DRK, MHD) über das stadtbremische Gebiet verteilt. Im gestaffelten Dienstplan können je nach Tageszeit in Bremen bis zu 22 Rettungswagen, 5 Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Intensivtransportwagen sowie 2 Rettungshubschrauber eingesetzt werden.

Bei der FEUERWEHR BREMEN werden auf der Feuer- und Rettungswache 1 drei RTW ( einer 24 h, 2 Reserve) , auf der Feuer- und Rettungswache 2 zwei RTW (einer 24 h, einer Reserve) , auf der Feuer- und Rettungswache 3 ein 24 h RTW, auf der Feuer- und Rettungswache 4 ein 24 h RTW, auf der Feuer- und Rettungswache 5 zwei RTW (einer 24h, einer Reserve) und auf der Feuer- und Rettungswache 6 zwei  RTW (einer 24h, einer Reserve) einsatzbereit vorgehalten. Hinzu kommen ein Großraumrettungswagen (GRTW), ein Gerätekoffer-Rettung (GK-Rett) und ein Intensivtransportwagen . Die Reserve RTW der FEUERWEHR-BREMEN werden von den Löschzügen bei Bedarf zur "Spitzenabdeckung" in Dienst gestellt.

Die Alarmierung erfolgt durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle (FRLSt)über digitale Funkmeldeempfänger. In der FRLSt werden die Notrufe entgegengenommen und entschieden, welche Einsatzmittelch NEF) mit welcher Dringlichkeit (Alarmfahrt?) ausrücken. Die Ausstattung der RTW entspricht den momentan bundesweit üblichen medizinischen Standards. Als Defibrillator wird der Corpuls 3 eingesetzt. Er kann im halbautomatischen oder manuellen Modus betrieben werden und ermöglicht so eine Frühdefibrillation im Rahmen einer Mega-Code-basierten Reanimation. EKG-Ableitungen können sowohl 4- als auch  12-kanalig geschrieben werden, die Sauerstoffsättigung des Blutes (SPO2) und nichtinvasive Blutdruckmessung (NIBP) gehören ebenfalls zur Ausstattung. Der "Oxilog 1000" wird als Beatmungsgerät mitgeführt und ermöglicht die maschinelle Beatmung bewußtloser Patienten.

Rund 40 ausgewählte Notfallmedikamente bilden den Grundstock der pharmakologischen Therapie. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen diese nur auf Anweisung des Arztes (wenn NEF vor Ort) verabreicht werden, wenngleich sie trotzdem in ihren Wirkungsweisen vom Rettungsdienstpersonal sicher beherrscht werden müssen. Für die Arbeit vor Ort stehen den Einsatzkräften noch jeweils ein Kreislauf-, Atmungs- und ein Kindernotfallkoffer zur Verfügung.

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Technische Daten

Fahrgestell DaimlerChrysler Sprinter 515CDi
Aufbau FahrTek Koffer
Leistung 110kW
Hubraum 2148 ccm
Gesamtlänge 6530mm
Gesamtbreite 2150mm
Gesamthöhe 2910mm
Leergewicht 4020KG
zul. Gesamtgewicht 5000KG

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