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1945 - Ende des Krieges

Dienstag 24. April 1945:   Der letzte der insgesamt 173 Luftangriffe auf Bremen ist vorüber. Fliegeralarm: 13.14 Uhr. Es werden 156 Sprengbomben, darunter 4 Blindgänger geworfen. Die Verluste an diesem Tage: 19 Toter 50 Schwer- und 49 Leichtverletzte. Entwarnung kam um 20.09 Uhr. Am Mittwoch, 25. April, rücken englische Truppen über die Straßen vor dem Steintor und Ostertorsteinweg in Bremen ein. Polizeihaus und Bahnhof werden besetzt. Am 27. April 1945, 18.00 Uhr ist Bremen fest in alliierter Hand. Während der Luftangriffe auf die Hansestadt Bremen wurden 41629 Spreng- und 847759 Brandbomben abgeworfen. Weit über 2000 Bomben explodierten nicht. Als „Blindgänger“ erinnern sie noch heute ab und zu an die Schrecken der Bombennächte. Die Stadt·hatte 3852 Tote, 1495 Schwer, und 6025 Leichtverletzte zu beklagen.

Die Feuerwehr Bremen wurde bei Großangriffen auf Städte im norddeutschen Raum auch in Hamburg, Hannover und Berlin auf Befehl des höheren Luftschutzführers eingesetzt. Im Juli/August 1943, im vierten Kriegsjahr, verbrannte nach Berichten älterer Feuerwehrmänner ein ganzer Löschzug mit Mannschaften und Fahrzeugen in den Straßen Hamburgs. Viele Angehörige der Feuerwehr verloren ihr Leben, noch mehr erlitten schwere Verletzungen. Schwierigkeiten bereitete außerdem das Meldesystem durch den Ausfall des Telefonnetzes. Die Befehls- und Einsatzübermittlung war nur durch Krad-Melder möglich: Wochenlang spielte sich das Leben nur auf den Feuerwachen ab: An Freizeit war nicht zu denken. Zu guter Letzt wurden fast alle Feuerwehrangehörige für mehrere Tage in das „Weser Stadion" in die Gefangenschaft geführt. Während dieser Zeit war Bremen ohne Feuerschutz.

Der von der Feuerwehr seit dem Jahre 1890 durchgeführte Krankentransportdienst wurde im Jahre 1943 dem Deutschen Roten Kreuz übertragen und erst 1954 der Feuerwehr wieder zugewiesen.

Nach der Versetzung des Branddirektors Schetzker zum Kommandostab der Feuerschutzpolizei am 1. November 1943 hatte Branddirektor Dipl.-Ing. Werner Anders bis zu seiner Entlassung durch die amerikanische Militärregierung im Jahre 1948 die Leitung der Feuerwehr.

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