RTW

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Donnerstag, 17.05.2012

Rettungswagen (RTW)

 

(the)Die RTW der neuesten Generation (MB Sprinter 515 CDI) sind seit 2010 bei der FEUERWEHR BREMEN im Einsatz. Sie entsprechen der europäischen Norm EN 1789 Teil C und sind in Shelter-Bauweise gefertigt worden. Die RTW werden von zwei Beamten besetzt, von denen mindestens einer die Qualifikation eines Rettungsassistenten haben muss. Der Zweite ist ein Rettungssanitäter, eine Grundqualifikation, die alle Beamten der BF bereits im Laufe ihrer 18-monatigen Grundausbildung vermittelt bekommen.

Ein besonderes Augenmerk wurde bei diesen Fahrzeugen auf die komfortable Handhabung und  praxisgerechte Alltagstauglichkeit gelegt. Sie sind dazu mit einer Rückfahrkamera, einer Klimaanlage (Fahrer- und Patientenraum), einem Automatikgetriebe, sowie mit einem satellitengestützten Navigationssystem ausgestattet. Dies sind wichtige Details, wenn man bedenkt, dass diese Fahrzeuge oft für die gesamte Dienstschicht (12 Stunden) die Arbeitsplätze der Kollegen darstellen. Selbstverständlich kommen diese Vorzüge auch dem Patienten zugute, nicht nur im innerstädtischen Rettungsdienst, sondern auch im u.U. bundesweit stattfindenden Ferntransport.

Eine Abkehr von der Merzweckfahrzeugstrategie hin zu einem differenzierten Verbundsystem (strickte Trennung zwischen Rettungseinsätzen und Krankentransporten) in 2007 führte dazu, dass die  <font size="2">Rettungswagen in Notfällen schneller am Einsatzort eintreffen, als noch vor zwei Jahren</font><font size="2">. Der Durchschnitt liegt in etwa bei sechs Minuten. </font><font size="2">Ausschlaggebend für die Qualitätsbeurteilung ist jedoch das von Bremen selbst gesteckte Schutzziel „P95“, das nun bei ca. 11 Minuten liege, d.h. 95% aller hilfsfristrelevanten Einsätze können innerhalb einer Frist von maximal etwa 11 Minuten bedient werden. Innerhalb einer Höchstfrist von 10 Minuten werden 90% aller Einsätze abgearbeitet. Damit habe sich die Hilfsfrist allein im ersten Quartal 2007 um nahezu zwei Minuten verbessert. </font>

<font size="2">Seit 01.07.2007 erfolgt der qualifizierte Krankentransport ausschließlich über private Krankentransportunternehmen, während sich der Rettungsdienst der Stadtgemeinde Bremen auf die Notversorgung konzentriert. </font>

Zur Gebietsabdeckung sind  Rettungswagen auf den 6 Bremer Feuer- und Rettungswachen und den Standorten der beteiligten Hilfsorganisationen (ASB, DRK, MHD) über das stadtbremische Gebiet verteilt. Im gestaffelten Dienstplan können je nach Tageszeit in Bremen bis zu 21 Rettungswagen, 5 Notarzteinsatzfahrzeuge, und 2 Rettungshubschrauber eingesetzt werden.

Bei der FEUERWEHR BREMEN werden auf der Feuer- und Rettungswache 1 drei RTW ( einer 24 h, 2 Reserve), auf der Feuer- und Rettungswache 2 zwei RTW (einer 12 h, einer Reserve) sowie der Intensivtransportwagen, auf der Feuer- und Rettungswache 3 ein 24 h RTW, auf der Feuer- und Rettungswache 4 ein 12 h RTW, auf der Feuer- und Rettungswache 5 zwei RTW (einer 24h, einer Reserve) und auf der Öffnet internen Link im aktuellen FensterFeuer- und Rettungswache 6 zwei Reserve RTW einsatzbereit vorgehalten. Hinzu kommt ein Großraumrettungswagen (GRTW) und einen Gerätekoffer-Rettung (GK-Rett) . Die Reserve RTW der FEUERWEHR-BREMEN werden von den Löschzügen bei Bedarf zur "Spitzenabdeckung" in Dienst gestellt.

Die Alarmierung erfolgt durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle (FRLSt) in der Regel über Funkmeldeempfänger. Hier werden die Notrufe entgegengenommen und entschieden, welche Fahrzeuge (RTW oder auch NEF) mit welcher Dringlichkeit (Alarmfahrt?) ausrücken. Die Ausstattung der RTW entspricht den momentan bundesweit üblichen medizinischen Standards. Als Defibrillator wird der Öffnet externen Link in neuem FensterDefibrillator Corpuls 3 eingesetzt. Er kann im halbautomatischen oder manuellen Modus betrieben werden und ermöglicht so eine Frühdefibrillation im Rahmen einer Mega-Code-basierten Reanimation. EKG-Ableitungen können sowohl 4- als auch  12-kanalig geschrieben werden, die Sauerstoffsättigung des Blutes (SPO2) und nichtinvasive Blutdruckmessung (NIBP) gehören ebenfalls zur Ausstattung. Der "Oxilog 1000" wird als Beatmungsgerät mitgeführt und ermöglicht die maschinelle Beatmung eines bewußtlosen Patienten.

Rund 40 ausgewählte Notfallmedikamente bilden den Grundstock der pharmakologischen Therapie. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen diese nur auf Anweisung des Arztes (wenn NEF vor Ort) verabreicht werden, wenngleich sie trotzdem in ihren Wirkungsweisen vom Rettungsdienstpersonal sicher beherrscht werden müssen. Für die Arbeit vor Ort stehen den Einsatzkräften noch jeweils ein Kreislauf-, Atmungs- und ein Kindernotfallkoffer zur Verfügung.

Technische Daten

Fahrgestell DaimlerChrysler Sprinter 515CDi
Aufbau FahrTek Koffer
Leistung 110kW
Hubraum 2148 ccm
Gesamtlänge 6530mm
Gesamtbreite 2150mm
Gesamthöhe 2910mm
Leergewicht 4020KG
zul. Gesamtgewicht 5000KG