Zum Inhalt springen

Aktuelles

Patient bedankt sich bei seinen Lebensrettern

Fotos: Feuerwehr Bremen

Erfolgreiche Telefonreanimation


Als Herr Dmytro S. (75) am 13. März mittags auf seiner täglichen Joggingroute in Höhe der Mittelsbürener Landstraße plötzlich bewusstlos zusammenbrach, wurde von aufmerksamen Laienhelfern die Rettungskette in Gang gesetzt. Die Laienhelfer wählten sofort den Notruf 112. Nach der Abfrage der Informationen zum Einsatzort und zum Patientenzustand, war dem erfahrenen Disponent in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle sofort klar, dass sich Herr S. in akuter Lebensgefahr befand. Der Disponent übernahm daher sofort die Anleitung der Anrufer in der telefonisch angeleiteten Laienreanimation (Telefonreanimation, s.u.).

Mit dem Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes übernahmen diese die medizinische Versorgung. Sie konnten Herrn S. schließlich stabilisieren und zur weiteren Versorgung in eine Klinik bringen. Dort lag er noch weitere vier Tage im Koma und musste sich einer Herzoperation unterziehen.

Nun, drei Monate später, nutzte Herr S. die Gelegenheit, sich bei den professionellen Rettern zu bedanken.
Herr S. hätte sich auch gerne bei den Laienhelfern bedankt, doch leider war eine Kontaktaufnahme im Nachgang nicht mehr möglich.

Heute erfreut sich Herr S. wieder einer guten Gesundheit und es war ihm ein großes Bedürfnis sich bei seinen Rettern zu bedanken. Also wurde er, organisiert durch seinen Bekanntenkreis, zu seiner Überraschung, zu einem Ortstermin auf die Feuer- und Rettungswache 6 in Bremen-Nord eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen konnte er seinen Rettern einmal seine Erlebnisse aus der "anderen" Sichtweise schildern. Die Fraktur zweier Rippen bei der Reanimation trägt er nach eigener Aussage mittlerweile mit Humor.

Die FEUERWEHR BREMEN wünscht Herrn S. auch weiterhin alles Gute und viel Gesundheit!

Telefonreanimation bedeutet, dass der Disponent über Telefon dem Laienhelfer Schritt für Schritt sagt, was genau zu tun ist. Diese Anleitung zur Reanimationsunterstützung wird von der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der FEUERWEHR BREMEN bereits seit 2008 regelmäßig durchgeführt. Jährlich werden so etwa 200 Telefonreanimationen von den Disponenten angeleitet. Nachweislich konnte so bereits mehrfach Leben gerettet werden. Außerdem verbessert sich die Prognose der reanimierten Patienten durch die frühzeitig einsetzende Hilfe deutlich.