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Aktuelles

Erfahrungsaustausch Trauma, PTBS und Resilienz

NATAL Israel Trauma & Resilience Center hält Vortrag

Fotos: FEUERWEHR BREMEN

Vertreter der Israelischen nichtpolitischen Nicht-Regierungsorganisation "NATAL" berichteten bei der FEUERWEHR BREMEN über den Bereich der Behandlung und Vermeidung psychologischer Traumata, bedingt durch Krisen- und Ausnahmesituationen. Der stellvertretende Bremer Polizeipräsident Dirk Fasse und der Amtsleiter der FEUERWEHR BREMEN Karl-Heinz Knorr begrüßten die zahlreichen Zuhörer und führten in das Thema ein.

In Zeiten, geprägt von einer allgemeinen Unsicherheit, haben Krisenmanagement und effektive Vorsorge an Bedeutung gewonnen. Daher ist es unumgänglich, rechtzeitig über Instrumente zu verfügen, die eine funktionierende und nachhaltige Resilienz vor- während und nach Krisen sicherstellen. Die Themen „Trauma“ und „Posttraumatische Belastungsstörung“ beschäftigen die gesamte polizeiliche und nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr seit Jahren zunehmend.

Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Damit einhergehend stehen immer Bewältigungsstrategien (Coping). Im Zusammenhang werden weiterhin die Begriffe der Gesundheitsentstehung (Salutogenese), Widerstandsfähigkeit (Hardiness) und Selbsterhaltung (Autopoiesis) verwendet. Das Gegenteil von Resilienz ist Verwundbarkeit (Vulnerabilität).

NATAL hat sich in den zwei Jahrzehnten seines Bestehens zu einem national und international führenden Ansprechpartner auf dem Gebiet der Trauma Resilienz entwickelt. Dabei arbeitet NATAL mit Ministerien, Kommunalverwaltungen und dem privaten Sektor zusammen. So entstand auch der Kontakt zur Polizei Bremen, die diesen Vortrag in den Räumen der FEUERWEHR BREMEN organisierte. Die Gelegenheit für den Austausch konnten somit verschiedene Organisationen der polizeilichen und nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr nutzen.

Um auf Ausnahmesituationen besser vorbereitet zu sein hat NATAL eine gezielte Prävention und Trainings entwickelt und entsprechend einen Einblick darin gegeben. Ein Krisenmanagement mit Fokus auf Traumata- mit einem Verständnis für Katastrophen und den darauf folgenden psychologischen Schockwellen ist unumgänglich, um eine organisationelle Resilienz in statlichen Behörden, Organisationen und Unternehmen zu etablieren. 

Einen Teil der Vortragszeit nahm bereits eine Übungseinheit ein: Nach vorgegebenem Schema wurden die Teilnehmer angehalten in Zwiegesprächen über ein belastendes Erlebnis zu sprechen. Dabei war nicht das erzählte Ereignis wichtig, sondern das "aktive" Zuhören. Dies klingt einfach, liegt allerdings nicht in jedermanns Natur. Eine entsprechende Anleitung zur kurzen Nachbereitung wurde durch die Vortragenden gegeben.

Weitere Informationen: NATAL Israel Trauma & Resilience Center