Feuerwehr Bremen        
 

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Pressemitteilung Nr. 87
Feuerwehr Bremen seit dem 12. Oktober im Dauereinsatz


Löscharbeiten im swb-Heizkraftwerk Hastedt dauern noch immer an
19.10.08

(ric) Der Schwelbrand im swb-Heizkraftwerk in Bremen-Hastedt (siehe Pressemitteilung Nr. 86) wird die Feuerwehr Bremen noch auf unbestimmte Zeit beschäftigen. Wie berichtet, hatte die Schichtleitung des Kraftwerks am Sonntagmorgen, 12. Oktober 2008, einen Temperaturanstieg im Bereich der Kohleförderung entdeckt. Die Ursache, ein Schwelbrand im mit ca. 3000 Tonnen Kohle gefüllten Kohlesilo 4, löste den bislang umfangreichsten Einsatz der Feuerwehr Bremen in diesem Jahr aus.

Abrissarbeiten am Kohlesilo 4 Abrissarbeiten am Kohlesilo 4

In der Anfangsphase des Einsatzes waren rund 50 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr im Einsatz. Die Einsatzmaßnahmen beschränkten sich zunächst auf massive Kühlmaßnahmen im Bereich der Außenhaut des Kohlesilos 4 und im Aufbau einer Riegelstellung zu einem angrenzenden, weiteren gefüllten Kohlesilo mit gleichem Fassungsvermögen. Dabei wurden zeitweise bis zu 12.000 Liter Löschwasser über Wasserwerfer und Monitore abgegeben.

Abrissarbeiten am Kohlesilo 4 Longfront-Abrissbagger

Am Montagmorgen, 13. Oktober 2008, nahm der Einsatz eine dramatische Wendung. Im Kohlesilo 4 ereignete sich eine Verpuffung, in deren Folge das 250 Tonnen schwere Dach des 30-Meter-Bauwerkes sowie Teile der Förderanlagen schwer beschädigt wurden. Wie durch ein Wunder wurden keine Personen verletzt. Die Verpuffung hat an mehreren Stellen auf dem Werksgelände zu weiteren Schäden geführt. Durch die Verpuffung hatte sich die Lage am Kohlesilo 4 verkompliziert. In Absprache mit der Betriebsleitung wurde entschieden, den Silo von oben nach unten abzutragen. Die swb hatte für die Abbrucharbeiten aus Hamburg einen 125 Tonnen Longfront-Abbruchbagger angefordert, der einen Ausleger von 40 Metern hat und mit verschiedenen Werkzeugen dem Silo seit dem 16. Oktober zu Leibe rückt. Zudem wurde damit begonnen, die drei anderen jeweils 3000 Tonnen fassende Kohlesilos zu leeren.

Feuerlöschboot Bremen im Einsatz Schlauchleitungen

Nachdem die Feuerlöschringleitung des Kraftwerks durch die Verpuffungen zerstört und somit unbrauchbar wurde, wird die Wasserversorgung für sämtliche Lösch- und Kühlungsmaßnahmen seit Montagmorgen durch den Einsatz des Feuerlöschbootes der Feuerwehr Bremen zuverlässig sichergestellt. So wurden vom Feuerlöschboot Bremen bis Sonntag, 19. Oktober 2008 rund 45.000 Kubikmeter Weserwasser gefördert. Für die Wasserweiterleitung vom Feuerlöschboot Bremen zu den Strahlrohren, Monitoren und Wasserwerfern kommen über 160 B- sowie 50 C-Schläuche zum Einsatz. Die Zahl der Einsatzkräfte wird der jeweiligen Lage angepasst. Derzeit und seit Dienstag, dem 14.10.08, sind 25 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr rund um die Uhr auf dem Kraftwerksgelände im Einsatz.

Einsatzleitung AB sonderlöschmittel sowie HLF und TLF

Die weiteren Schritte sind abhängig von der Situation im Kohlesilo 4. So ist momentan nicht absehbar, wann die schwelende Kohle aus dem Silo befördert und im Freien abgelöscht werden kann. Die Ermittlungen zur Ursache des Schwelbrands dauern weiter an. Der Sachschaden geht auf jeden Fall in die Millionen.


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