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Pressemitteilung Nr. 58

Umfangreicher Gefahrguteinsatz im Holzhafen

Paralleleinsatz in der Louis-Krages-Straße

27.07.06

(ri) Beim Entladen eines mit Gefahrgut beladenen Containers haben Mitarbeiter einer Firma in der Straße Am Holzhafen einen ungewöhnlichen Geruch wahrgenommen. Da der Container mit einer giftigen Chemikalie in 72 Fässern zu je 200 Ltr. beladen war, wurden die Entladearbeiten umgehend eingestellt und die Feuerwehr gerufen. Möglicherweise war ein Fass beschädigt. Der Notruf erreichte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle am 26.07.2006 um 14:25 Uhr. Aufgrund der Meldung wurden der Einsatzleitdienst, der Umweltschutzzug der Feuerwache 5, die Feuerwachen 1 und 4, die Freiwillige Feuerwehr Neustadt sowie der Rettungsdienst alarmiert.

Da es sich bei dem Gefahrgut (N-Dimethyl-m-Toluidin)um einen Stoff handelt, der sehr giftig beim Einatmen, Verschlucken und Berührung mit der Haut wirkt, mussten für die Erkundung der Einsatzstelle die vorgehenden Trupps mit Chemikalienschutzanzügen und umluftunabhängigen Atemschutz vorgehen. Die Fässer waren in dem Container (20') sehr eng verstaut. Schnell war klar, dass für eine umfassende Lageerkundung der Container vollständig entladen werden musste. Dies stellte die Einsatzkräfte bei Temperaturen um 33° vor eine große Herausforderung, da auch diese Arbeiten mit Chemikalienschutzanzügen und umluftunabhängigen Atemschutz durchgeführt werden mussten. Mit einem Gabelstapler und einem Fassgreifer wurden die Fässer einzeln aus dem Container geborgen und kontrolliert.

Gegen 23:00 Uhr wurde das letzte Fass aus dem Container geborgen und zur Überprüfung ins Freie verbracht. Es konnte an keinem Fass ein Defekt oder ausgetretenes Gefahrgut festgestellt werden, so dass der Einsatz war am 27.07.06 um 00:28 Uhr beendetwerden konnte.

Insgesamt sind an dieser Einsatzstelle 14 Einsatzfahrzeuge und 40 Einsatzkräfte über einen Zeitraum von 9 1/2 Stunden eingesetzt worden. Dabei kamen 30 umluftunabhängige Atemschutzgeräte und eine Vielzahl von Chemikalienschutzanzügen zum Einsatz. Des Weiteren wurden von den Einsatzkräften rund 140 Liter Mineralwasser verbraucht.

Parallel zu dem Gefahrguteinsatz "Am Holzhafen", wurde um 20:05 Uhr von einem Entsorgungsbetrieb in der Louis-Krages-Straße eine Verpuffung in einer Schredderanlage gemeldet. Von der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle sind zu dieser Einsatzstelle Einsatzkräfte der Feuerwachen 1, 4 und 5, der Direktionsdienst sowie der Rettungsdienst alarmiert worden. Bei der Erkundung der Einsatzstelle wurde festgestellt, dass es in einer Halle zu einer Verpuffung im Bereich eines Schredders gekommen war. Der Brand war vor Eintreffen der Einsatzkräfte von einer automatischen Kohlenstoffdioxid (CO2)-Löschanlage gelöscht worden, so das eine Brandbekämpfung nicht mehr erforderlich war. Personen waren nicht gefährdet. Die Halle wurde gelüftet und der betroffene Bereich mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Gegen 21:30 Uhr wurde die Einsatzstelle, nachdem die Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Umluft normale Werte erreicht hatte, wieder freigegeben.


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